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Ägypten

Das Land der Pharaonen

Wir entflohen den eisigen Temperaturen und hoben ab in Richtung Assuan. Wir ließen -16 Grad zurück und freuten uns auf +28 Grad bei der Landung.

Ägypten ist ca. 1 Mio. Quadratkilometer groß. Rund 96% der Fläche ist Wüste. Ägypten hat ca. 67 Mio. Einwohner, wovon 99% entlang des Nils oder im Nildelta leben. In Kairo leben ca. 13 Mio. Einwohner.

Auf dem schmalen fruchtbaren Grünstreifen entlang des Nils wird Landwirtschaft betrieben. Das dafür notwendige Wasser wird mittels Pumpen vom Nil herangeschafft. Stellenweise reicht die Wüste direkt bis zum Flussufer vor.

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über den Wolken Tal der Könige
MS Monaco Hatschepsut
Sonnenaufgang in der Wüste  Memnon Kolosse
Abu Simbel Sonnenuntergang an Deck der MS Monaco
Unvollendeter Obelisk Memphis, die alte Hauptstadt Ägyptens
Assuan Staudamm Sakkara
Felukenfahrt auf dem Nil Stadtrundfahrt in Kairo
Kom Ombo Zitadelle – Alabastermoschee (Muhammad Ali)
Kreuzfahrt auf dem Nil Ägyptisches Museum in Kairo
Horustempel in Edfu Die Pyramiden von Gizeh (Giza) mit Sphinx
Die Schleuse von Esna Khan-el-Khalili Bazar
Karnak Tempel in Luxor Koptisches Kloster
Luxor Tempel Alexandria
Kutschenfahrt durch Luxor Alexandria Bibliothek - Alexandria Fort des Sultans Qait Bey

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Bei leichter Wolkendecke flogen wir über das Niltal und über die Wüste von Ägypten. Beide Landschaften haben ihren eigenen Reiz.

Über den Wolken Niltal

Nil von oben Die Wüste und ihre Formen

Bizarre Gebilde der Wüste

Der Landeanflug auf Assuan war durch den Kontrast des Nils und der Inseln sehr sehenswert.

Landeanflug auf Assuan

Nilinseln Unser Flugzeug im Schatten der Wüste

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MS Monaco

Am Flughafen angekommen ging es auch schon zu unserem Nilschiff, der MS Monaco. Mit 5* und erst ca. 2 Jahre alt ein wunderschönes Kreuzfahrtschiff.

MS Monaco Rezeption der MS Monaco

Aufgang der MS Monaco Aufgang der MS Monaco

Erste Etage der MS Monaco Restaurant der MS Monaco

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Sonnenaufgang in der Wüste

Normalerweise macht man Urlaub um auszuspannen. Nicht jedoch wir. um 03:00 Uhr in der Früh wurden wir geweckt. Denn es ging in den Süden von Ägypten nach Abu Simbel, 280 km von Assuan entfernt. Treffpunkt aller Touristenbusse, die nach Abu Simbel wollten war um 04:00 Uhr morgens, denn alle Busse durften nur im Konvoi fahren. Und das unter Polizeischutz.

Die frühe Morgenstunde hatte sich voll ausgezahlt. Wir konnten einen sehr schönen Sonnenaufgang in der Wüste erleben.

Sonnenaufgang in der Wüste Sonnenaufgang in der Wüste

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Abu Simbel

Der Felsentempel von Ramses II. entstand im 13. Jahrhundert v. Chr. Er gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken Ägyptens. Vor dem Eingangstor befinden sich vier 21 Meter hohe Sitzstatuen von Ramses II. Bei einem Erdbeben im Jahre 27 v. Chr. wurde die obere Hälfte der zweiten Statue von links zerstört. Daneben baute Ramses II. einen kleineren Tempel für seine Lieblingsfrau Nefertari mit den sechs 10 Meter hohen Standbildern.

Durch den Bau des Assuan Staudammes drohten die beiden Tempel im Nasser Stausee zu versinken. In einer spektakulären Aktion wurden die Tempel um 67 m auf ein höher gelegenes Plateau versetzt. Die Arbeiten begannen 1963 und dauerten 4 Jahre. Um die Arbeiten nicht zu gefährden wurde in der Zeit vor den Monumenten eine Stahlmauer erbaut. Die Tempel wurden in über Tausend Blöcke zersägt. Die einzelnen Blöcke waren bis zu 40 Tonnen schwer.

Der Tempel von Ramses II war an seinem ursprünglichen Platz so ausgerichtet, dass am 21. Februar (Geburtstag Ramses II.) und am 21. Oktober (Krönungstag), die Götterstatuen im Inneren von der aufgehenden Sonne erstrahlt wurden. Der versetzte Tempel fängt diese Strahlen jetzt jedoch einen Tag später auf.

Abu Simbel - Tempel Ramses II. Abu Simbel - Tempel Ramses II.

Abu Simbel - Tempel Ramses II. Abu Simbel - Tempel Ramses II.

Die sechs Standfiguren vom Tempel der Nefertari sind alle barfuss dargestellt. An ihrem ursprünglichen Platz waren die beiden Tempel näher beim Nil. Wenn dieser Hochwasser hatte, wurden die Füße der Statuen vom Wasser umspült. Dieses Wasser floss weiter flussabwärts und sollte allen, dies es verwendeten Glück bringen.

Abu Simbel - Tempel der Nefertari Abu Simbel - Tempel der Nefertari

Panoramablick Abu Simbel

Abu Simel Innenansicht Abu Simel Innenansicht

Abu Simel Innenansicht Abu Simel Innenansicht

Abu Simel Beleuchtetes Heiligtum Abu Simel Innenansicht

Abu Simel Innenansicht Abu Simel Innenansicht

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Unvollendeter Obelisk

Im Granitsteinbruch von Assuan liegt der größte unvollendete Obelisk mit 42 m. Drei Seiten sind damals fertig gestellt worden, die vierte Seite (Unterseite) wurde nie bearbeitet.

Unvollendeter Obelisk in Assuan Unvollendeter Obelisk in Assuan

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Assuan Staudamm

Die Arbeiten am Staudamm unter Präsident Nasser wurden 1960 begonnen und 1971 fertiggestellt. Durch den Staudamm werden 13% des Stromhaushaltes von Ägypten abgedeckt. Wenn jedoch der Damm brechen würde, gäbe es Ägypten in 6 Stunden nicht mehr. Das ganze Niltal würde überschwemmt werden und unter 4 m Wasser versinken. Aus diesem Grund steht der Damm unter ständiger Aufsicht des Innenministeriums und wird vom Militär gewartet. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Nasser-Denkmal.

Nasser Denkmal in Assuan Staudamm von Assuan

Staudamm von Assuan Staudamm von Assuan

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Felukenfahrt auf dem Nil

Unter keinen Umständen darf man eine Felukenfahrt auf dem Nil versäumen. Die typischen Segelboote sind vom Nil nicht wegzudenken. Um die Zeit des Sonnenunterganges fahren die einheimischen Kinder in selbst gemachten Booten auf den Nil hinaus.

Felukenfahrt auf dem Nil Felukenfahrt auf dem Nil

Felukenfahrt auf dem Nil Felukenfahrt auf dem Nil

Nach einem schönen und erlebnisreichen Tag legt unser Kreuzfahrtschiff ab und fährt langsam in Richtung Luxor.

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Kom Ombo

Nach einem ausgiebigen Frühstück besichtigten wir Kom Ombo. Der Tempel war den Göttern Sobek (Krokodilgott) und Horus (Falkengott) geweiht. Da die beiden Götter in unterschiedlichen Richtungen verehrt wurden, errichteten die Baumeister zwei symmetrische Hälften. Rechts für Sobek, links für Horus. Zwischen dem Säulensaal und der Außenmauer hielt man damals in einem Becken heilige Krokodile. Deshalb kann man auch noch heute in einem Nebenraum zwei Krokodilmumien besichtigen.

Der Tempel wurde nicht wie die meisten als Gebetsstätte genutzt, sondern war ein Krankenhaus, in dem bereits vor mehr als 2000 Jahren erfolgreiche Operationen am Herzen und am Gehirn durchgeführt wurden.

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Kreuzfahrt auf dem Nil

Zwischen den Besichtigungen haben wir genügend Zeit am Sonnendeck die Fahrt den Nil hinab zu genießen.

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Horustempel in Edfu

In Edfu angekommen, fahren wir die kurze Strecke zum Tempel mit Kalesh's (Pferdekutschen).

Der Tempel wurde zwischen 237 und 257 v. Chr. errichtet und ist heute noch sehr gut erhalten. Im Hof des Tempels hat eine Falkenskulptur die vergangenen Jahre unbeschadet überstanden.

Im Inneren des Tempels sind viele kleine Räume angeordnet, die einst als Labor genutzt wurden. In einem der Räume sind die Wände bedeckt mir Rezepten für Parfüme und Salben.

Auf diesem Deckenrelief ist die Göttin Nut dargestellt. Sie ist das personifizierte Himmelsgewölbe, dargestellt als Frau, die sich schützend über die Erde beugt.

Bild rechts: Oberkörper mit Kopf
Bild unten: Füße

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Die Schleuse von Esna

Bei Sonnenuntergang geht es weiter in Richtung Norden, durch die Schleuse von Esna.

Die Schiffe werden ca. 6 Meter gehoben bzw. gesenkt.

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Luxor - Karnak Tempel

Am nächsten Morgen gehen die Besichtigungen in Luxor weiter.

Am Ostufer des Nils liegt der Karnak Tempel (Tempel des Amun Re). Der Tempel reicht bis in die Zeit 1785 v. Chr. zurück.

Zum Eingang gelangt man durch eine Sphingenallee. Jede der Figuren hat den Körper eines Löwen, des perfekten und aufmerksamen Wächters (ein Symbol des Königs), und den Kopf eines Widders, ein Sinnbild Amuns in Tiergestalt. Zwischen den Löwenpranken hält der Gott schützend seinen Sohn Ramses II.

   

Im Ersten Hof ist noch immer zu erkennen, wie die Steine auf die Mauern transportiert wurden. Man nahm Nilschlamm, schichtete ihn auf und ließ ihn trocknen. Auf die entstandene Rampe (Baugerüst) konnten die Wagen mit den Steinen hinaufgeschoben werden. Auf der linken Seite vor dem zweiten Tor steht eine Kolossalstatue aus Rosengranit, die Ramses II. darstellt.

Hinter dem zweiten Tor betritt man den Großen Säulensaal. Auf einer Fläche von ca. 5.400 Quadratmetern ragen 134 Säulen in den Himmel. Die einzelnen Säulen haben einen Umfang von bis zu 10 m. Der Säulensaal war einst der Vorsaal zum Tempel. Hier wurden die heiligen Barken für die Prozessionen versammelt. Jede einzelne Säule ist mit Hieroglyphen verziert. Teilweise ist sogar noch die Originalfarbe sichtbar.

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Luxor Tempel

Direkt am Nil, liegt der lang gezogene Tempel für die Götter Amun, Mut und Chons. Begonnen wurde der Bau 1402 v. Chr. von Amenophis III. Wie der Karnak Tempel wird er von Generation zu Generation erweitert. Jeder übertrumpfte seinen Vorgänger. Der erste Pylon (Eingang) des Tempels wurde von Ramses II. umgestaltet und umgebaut. Größer und breiter als der seiner Vorgänger.

Ursprünglich flankierten sechs Kolossalstatuen und zwei Obelisken den Eingang. Von den sechs Statuen sind heute nur mehr zwei Sitzfiguren und ein Standbild erhalten. Von den Obelisken gibt es auch nur mehr einen. Der westliche Obelisk steht als Wahrzeichen in Paris auf dem Place de la Concorde. Muhammad Ali schenkte 1836 den Obelisk den Franzosen.

Die Sphingenallee vor dem ersten Pylon verband ursprünglich den Luxor Tempel mit dem Karnak Tempel. Leider ist heute ein großer Teil dieser Allee nicht mehr vorhanden bzw. kann aus Geldmangel nicht restauriert werden. Kinder spielen darauf, Ziegen hüpfen darauf herum, Wohnhäuser wurden auf den Überresten erbaut.

Im 19. Jhd. wurde auf dem vergessenen Ruinenfeld des Luxor-Tempels die Moschee des Abu al Haggag erbaut.

Da dieser “Heilige” heute noch sehr verehrt wird, sind Grabungen aus religiösen Gründen unter diesem Teil bis heute kaum möglich.

Auf dem rechten Foto ist zu sehen, bis zu welcher Höhe der Luxortempel verschüttet war, die erkennbare Tür lag auf diesem Niveau.

Nach dem zweiten Pylon betritt man einen mächtigen Säulengang, den schon Amenophis vor dem eigentlichen damaligen Tempel errichten ließ. Er besteht aus 14 jeweils fast 16 m hohen Säulen. Sie sind in 7 Paaren angeordnet, auf ihrer Deckenplatte tragen sie gewaltige Architrave (Stützbalken).

Nach dem Säulengang gelangt man in einen 46 m langen und 52 breiten Hof, der an drei Seiten von Doppelkolonnaden umgeben ist. 32 Papyrussäulen trugen einst die Decke. Der Hof wurde von Amenophis III. errichtet.

 

 

An den Hof schließen sich eine Vorhalle und ein Vorsaal an. Geht man durch diese Säle gelangt man in das Allerheiligste, in dem Alexander der Große einen Schrein für die Barke des Amun errichten ließ.

An den Wänden sind interessante Reliefs angebracht, bei denen die ursprünglichen Farben noch sehr gut sichtbar sind.

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Kutschenfahrt durch Luxor

Sehenswert ist eine Kutschenrundfahrt mit einer Kalesh durch Luxor und den ägyptischen Basar. Die Präsentation der Waren ist für europäische Verhältnisse gewöhnungsbedürftig. Doch trotz der augenscheinlichen Armut sieht man nur lachende Gesichter.

Man muss nur darauf gefasst sein, dass alle Kutscher, auch wenn sie für die Fahrt sehr gut bezahlt werden, jedem vorjammern wir arm sie sind.

Nach dem Motto:
Bakschisch for Wife
Bakschisch for Children und sogar
Bakschisch for Horse.

 

Die Überreste der Sphingenallee liegen heute unbeachtet neben den Straßen. Kinder spielen darauf, Ziegen hüpfen darauf herum. Großartige Werke verfallen zusehends.

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Tal der Könige, Tal der Königinnen

Unser erstes Ziel war das Tal der Könige. Von Luxor aus durchfahren wir das fruchtbare Niltal in Richtung Westen. Die Sehenswürdigkeiten liegen alle in West-Theben.

Mehr als 500 Jahre lang war das karge und abgeschlossene Tal, die letzte Heimstätte der mächtigen Pharaonen. Ihre prunkvollen Grabstätten wurden in die Felsen gemeißelt, Ihre Mumien mit Gold und Edelsteinen umhüllt und Beigaben umgeben, die sie im Jenseits benötigten. Bisher wurden 64 Felsgräber gefunden.

1922 wurde das Tal durch den britischen Archäologen Howard Carter auf der ganzen Welt bekannt. Er entdeckte das Grab des Tutanchamun, das im Gegensatz zu allen anderen Gräbern noch unversehrt war. Alle Schätze, die seinerzeit in das Grab gelegt wurden, waren noch vorhanden. Der Großteil des Grabschatzes ist im Ägyptischen Museum in Kairo untergebracht, auch die berühmte Totemmaske des Pharaos.

Um die Bequemlichkeit der Touristen zu unterstützen, muss man nicht mehr zu Fuß zum Eingang gehen, sondern wird ca. 5 Minuten in kleinen Elektrozügen befördert.

Vorbei am Eingang findet man rechts und links des Weges die Eingänge zu den Gräbern. Um die Wandmalereien zu schützen ist in den Gräbern das Fotografieren verboten. Die Gräber, die wir besichtigten, sind alle sehenswert. Die Wandmalereien sind in einem bemerkenswerten Zustand. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie farbenprächtig sie einmal gewesen sind.

Vom Tal der Königinnen haben wir leider keine Fotos, da dort sogar außerhalb der Gräber das Fotografieren verboten war.

In den bisher ca. 80 gefundenen Gräbern wurden nicht nur Königinnen sondern auch Prinzen und Prinzessinnen begraben. Für die Besucher sind nur drei Gräber geöffnet.

Die Reliefs und Wandmalereien sind bescheidener als in den Gräbern im Tal der Könige. Jedoch soll das Grab der Königin Nefertari (Gattin von Ramses II.) eines der schönsten Malereien besitzen. Zum Schutz der Abbildungen ist es jedoch leider geschlossen

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Hatschepsut - Tempel (Deir el-Bahari)

Auf den ersten Blick wirkt der Terrassentempel eigenartig modern. Das Bauwerk breitet sich am Fuße einer steilen ca. 300 m hohen Felswand aus.

Die imposanten Terrassen waren zu Lebzeiten der Königin Hatschepsut mit Sträuchern und Springbrunnen ausgestattet.

Ursprünglich war der Tempel über eine Sphingenallee mit dem Nil verbunden. Der Tempel wurde 1891 freigelegt. Man fand nur eine Ruine, die aber sorgfältig restauriert wurde.

Auf vielen Wandbilder im Tempel sind auch heute noch die schönen Farben sichtbar. Von den Terrassen aus hat man einen wunderschönen Blick ins Tal.



Hatschepsut, die Tochter von Tutmosies I, regierte von 1490 bis 1468 v. Chr. Nach dem Tod ihres Vaters wurde ihr Halbbruder Thutmosis II. Pharao, und Hatschepsut seine Große Königliche Gemahlin. Hatschepsut gebar ihrem Halbbruder eine Tochter - Neferure - aber keinen Thronfolger. So wurde nach dem Tod Thutmosis II. sein Sohn Thutmosis III., Kind einer Nebenfrau, der neue offizielle Pharao.

Thutmosis III. war noch zu jung, also übernahm Hatschepsut die Regentschaft. Schnell wurde Hatschepsut mit allen offiziellen Titeln eines ägyptischen Pharao bezeichnet. 20 Jahre, so heißt es, hielt Hatschepsut ihren Stiefsohn Thutmosis III., den rechtmäßigen Erben, vom Thron fern. Auf vielen Statuen und Abbildungen wurde sie mit dem traditionellen Königsbart oder als Mann dargestellt.


Nach ihrem Tod ließ Thutmosis III. vieles zerstören, um das Andenken an Hatschepsut auszulöschen. Ihre Obelisken im Karnak-Tempel wurden ummauert, ihre Statuen verstümmelt, die Reliefs in den Tempeln ausgemeißelt. Die Spuren kann man noch heute im Tempel von Deihr-el-Bahri erkennen. Diese Zerstörungen scheinen jedoch erst relativ spät in der Regierungszeit Thutmosis III. erfolgt zu sein - von brennenden Hass kann man da kaum sprechen.

Die Mumie Hatschepsuts ist bis heute nicht gefunden wurden, es spricht jedoch vieles dafür, dass sie von Thutmosis III. ein königliches Begräbnis erhielt und in ihrem Grab im Tal der Könige beigesetzt wurde.


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Memnon - Kolosse

Die beiden Sitzkolosse, jeder ca. 18 m hoch, stellen Amenophis III. dar und sind die einzigen Überreste seines Totentempels aus dem 14. Jhd. v. Chr. In der Ptolemäerzeit Man benannte die beiden Figuren nach dem mythischen König Memnos, der im Trojanischen Krieg von Achilles getötet wurde.

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Sonnenuntergang an Deck der MS Monaco

Bevor wir zum Bahnhof von Luxor gebracht wurden, konnten wir noch einmal die schöne Aussicht und den Sonnenuntergang am Sonnendeck er der MS Monaco genießen.

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Memphis, die alte Hauptstadt Ägyptens

Nach einer 700 km langen Fahrt mit dem Nachtzug kamen wir zeitig am nächsten Morgen in Kairo an und begannen nach dem Einladen der Koffer mit den Besichtigungen. Als Erstes ging es nach Memphis.

Die älteste Hauptstadt Ägyptens wurde ca. um 3100 v. Chr. von König Menes gegründet. Es war die erste Hauptstadt des geeinten Ägypten und wurde symbolisch an der Grenze zwischen dem Nildelta (Unterägypten) und Oberägypten angelegt. Von der früheren Pracht ist heute nur mehr wenig zu sehen. Als Einziges ist heute noch eine sehr detailliert gearbeitete Statue von Ramses II. zu sehen.

Vor dem kleinen Museum sind ein schöner Sphinx aus Alabaster und ein sehr gut erhaltener Sarkophag aus rotem Granit zu sehen.

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Sakkara

Sakkara diente 3000 Jahre lang als Begräbnisstätte. Das bekannteste Bauwerk ist die Stufenpyramde von König Djoser. Das Grabmal wurde ca. 2665 v. Chr. errichtet. Es ist eigentlich keine Pyramide, sondern ein in Stufen errichtetes Grab mit rechteckigem Grundriss. Es wurden erstmals Steine statt der herkömmlichen Lehmziegeln verwendet. Die Pyramide hat eine Höhe von 69 m.

Die Pyramide ist von einer Kalksteinmauer umgeben, die ursprünglich eine glänzende, glatte Oberfläche hatte. Wenn man durch das enge Portal zum Säulenkorridor geht, findet man noch Teile der damaligen glänzen und glatten Oberfläche.

 

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Kairo - Rundfahrt

Auf dem Weg zu unserer nächsten Besichtigung machen wir eine kleine Kairo - Rundfahrt. Wir fahren vorbei an einfachen Behausungen, die für unsere Begriffe teilweise sehr chaotisch und baufällig wirken. Daneben Obst und Gemüse sehr schön angerichtet.

Gemüse und Früchte schön drapiert.

Skyline von Kairo direkt am Nil.

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Zitadelle – Alabastermoschee (Muhammad Ali)

Der Ursprung der Zitadelle geht auf Saladin (Salah ad - Din Yussuf ibn Aijub – geboren im März 1138 in Tikrit, gestorben am 4. März 1193 in Damaskus) zurück. Um Kairo besser geben die Kreuzritter verteidigen zu können, lies er im Jahre 1176 einen großen Befestigungsbau mit Befestigungswällen, zum Teil aus Steinquadern errichten. Die Steine stammten von kleinen Pyramiden und aus sonstigem Material aus Memphis. Im Inneren befanden sich Moscheen und Paläste und war lange Zeit die Hauptresidenz von Mahhed Ali und Sitz der Regierung. Im Jahr 1824 zerstörte eine Pulverexplosion den Bau. Statt alles wieder neu aufzubauen, ließ Mohammed Ali in der Zitadelle eine große Moschee (Muhammad Ali Moschee – Alabastermoschee) erbauen. Erkennungsmerkmal sind die 80 m hohen Minarette.

Man betritt zunächst einen großen Hof, in dessen Mitte sich ein Reinigungsbrunnen befindet. Von hier gelangt man in die Moschee, deren alabasterverkleidete Wände der Moschee ihren Namen „Alabastermoschee” gegeben haben. Beeindrucken ist die 52 m hohe goldverzierte Kuppel.

Von der Zitadelle aus hat man einen schönen Rundblick auf Kairo und die Sultan Hassan Moschee. Das Minarett ist über 81 m hoch, der unregelmäßige Gebäudekomplex ist über 150 m lang, das Gebetshaus 68 m hoch. Unmittelbar neben der Sultan Hassan Moschee befindet sich die Ar Rifa´i-Moschee; in ihr befinden sich verschiedene Grabmäler.

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Ägyptisches Museum in Kairo

Das Museum wurde 1857 von dem französischen Ägyptologen Auguste Mariette gegründet und beherbergt heute rund 124.000 Exponate, die leider nicht alle gezeigt werden können. Dazu reicht der Platz im Museum nicht aus. In den nächsten Jahren soll jedoch ganz in der Nähe von den Pyramiden ein neues gebaut werden. Der Bauplatz dazu hat eine Größe von 300.000 Quadratmetern.

Im ersten Stock sind die Grabbeigaben des Tut-Anch-Amun.

Totenmaske des Tut-Anch-Amun

Sie ist aus massivem Gold (11 Kilo), verziert mit Lapislazuli, Türkisen und Quarziten

Höhe: 54 cm
Breite: 39 cm

     

Links:
Totenschrein

Insgesamt bestand das Grab aus vier Totenschreinen, die alle ineinander standen. Jeder einzelne Holzschrein ist vergoldet und verziert.

Erst im vierten fand man einen Quarzitsarg. In diesem waren noch drei Sarkophage in Menschengestalt. Der dritte war der eigentliche Sarkophag. Aus purem Gold und 1,85 m lang.

Rechts:
Thronsessel des Tut-Anch-Amun

Auf der Rückenlehne ist der Pharao mit seiner Gattin dargestellt. Über den beiden leuchtet die Sonnenscheibe des Aton

 

Nach einer Mittagsstärkung gings zu den Pyramiden von Gizeh.

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Pyramiden von Gizeh (Giza) mit Sphinx

Die Pyramiden von Giza zählen zu den Sieben Weltwundern der Antike und sind als einzige noch erhalten. Sie sind die beutendste Sehenswürdigkeit von Kairo. Wer glaubt, dass die Pyramiden weit in der Wüste liegen, der irrt. Mittlerweile ist Kairo schon so groß geworden, dass sie nur mehr wenige hundert Meter von Kairo entfernt sind.

Alle drei Pyramiden wurden als Grabstätten für Pharaonen erbaut.

Cheops-Pyramide, die größte der Anlage hat eine Seitenlänge von 227,5 m und eine Höhe von 137,5 m.
Chephren-Pyramide, ist die mittlere und hat eine Seitenlänge von 210,5 m und eine Höhe von 135,5 m. An der Spitze ist noch ein Teil der damaligen Verkleidung zu erkennen. Sie bestand aus geschliffenen Kalksteinplatten.
Mykerinos-Pyramide, die kleinste hat eine Seitenlänge von 106 m und eine Höhe von 62 m.

Davor befinden sich noch einige kleinere unvollendete Pyramiden die vermutlich für Angehörige der Pharaonen vorgesehen waren.

Obwohl die Cheops-Pyramide die größte ist, wirkt die Chephren-Pyramide durch die Anordnung viel größer.

Unterhalb der Chephren-Pyramide befindet sich der 57 m lange Sphinx. Er hat eine Löwengestalt mit dem Kopf eines Pharaos. Sandstürme, Zerstörungswut und Erschütterungen durch den Straßenverkehr haben der Skulptur großen Schaden zugefügt. Der Smog von Kairo tut sein übriges.

Die Nase fiel nicht wie irrtümlich, angenommen dem ungeschickten Obelix zum Opfer, vielmehr nutzten die Kanoniere unter türkischer Herrschaft den Sphinx als Ziel für Artillerieüben und schossen ihm die Nase ab.

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Khan-el-Khalili-Bazar

Die Besichtigungstour endete auf dem über 1000 Jahre alten Khan-el-Khalili-Bazar. Heute ist er fast zur Gänze auf Touristen eingerichtet. Die kleinen Läden sind nicht nur Verkaufsräume sondern auch Werkstätte für die diversen Kunsthandwerke. Es gibt alles, was das Touristenherz begehrt. Holzschnitzereien, Metallhandwerk, Schals, Tücher und vieles mehr. Handeln notwendig, aber auch erwünscht.

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Koptisches Kloster

Am nächsten Morgen, auf dem Weg nach Alexandria besuchen wir eines der Klöster in Wadi Al-Natrun in der Westwüste. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche geht auf das alexandrinisch-ägyptische Christentum der Spätantike zurück. Teile der Bevölkerung Ägyptens traten bis zum 7. Jahrhundert der Kirche bei (die Einwohnerzahl betrug ca. 18 Mio.). Danach wurde die Entfaltung des Christentums durch die islamische Eroberung Ägyptens behindert.

In den Geschichtsbüchern steht zwar geschrieben, das Natron für die Mumifizierung der Pharaonen abgebaut wurde. Jedoch fand es vermutlich nur für die Lampen Verwendung, da Natron eine Mumie nicht konserviert, sondern zerstört, denn bei Kontakt mit Natron wäre die Mumie verbrannt.

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Alexandria

Alexander der Große gründete 331 v. Chr. die Stadt. Rasch wurde die Stadt zu einer prachtvollen Metropole. Alexandria war vor allem wegen seiner Bibliothek berühmt.

Serapaion (Pompeiussäule)

Die 27 m hohe Pompeiussäule (so benannt, weil man hier fälschlicherweise das Grab des Pompeius vermutete) war Serapis geweiht ist auch heute noch eine der bedeutendsten Kulturstätten. Serapis war einer von den Prolemäern eingeführte Gottheit.

Die beiden Sphingen sind die Drittgrößten, nach Giza und Memphis.

Nach der Besichtigung der Pompeiussäule fahren wir durch die "Mariahilfer Straße" von Alexandria. Da sind die Stände auch mitten auf der Straße aufgestellt. Wenn eine Straßenbahn oder ein Auto kommt, dann werden die Stände einfach weggezogen und dann wieder zurückgestellt.

Bei einer kleinen Stadtrundfahrt können wir die Geschäfte und Verkehrmittel von Alexandria bestaunen. Fischverkauf auf der Straße, Straßenbahnen, die bei uns schon längst am Schrotthaufen liegen, KFZ-Ersatzteillager, vorschriftsmäßig beladene Fahrzeuge.

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Bibliotheca Alexandria

Der Neu bau der Bibliotheca Alexandria ist weithin sichtbar. 1991 beschloss die ägyptische Regierung eine neue Bibliothek zu gründen. Die Neugründung sollte an die 48 v. Chr. zerstörte Bibliothek erinnern. Die antike Bibliothek ging beim Einmarsch der Römer in Flammen auf. Die Fläche der neuen Bibliothek umfasst ca. 40.000 Quadratmeter und hat 11 Etagen. Die Etagen sind frei ein einem Raum angelegt, ohne störende Zwischenwände. Die Akustik der Bibliothek ist so ausgeklügelt, dass, sogar wenn viele Leute im Raum sind, es sehr leise ist.

Vor der Bibliothek ist eine Skulptur, die die Sonne darstellt, aufgestellt.

Die Skyline von Alexandria am Abend.

Die Aussicht von unserem Hotel, dem Helnan Palestine Hotel.

Fort Qait Bey

Nach dem Frühstück besichtigen wird das sehenswerte Fort Qait Bey an der Nordspitze der einstigen Insel Pharos. Von hier hab man einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Alexandria. An der Stelle des Forts hat eins der Leuchtturm von Alexandria gestanden, eines der sieben Weltwunder der Antike. Der Leuchtturm entstand zwischen 299 und 279 v. Chr. In den Fundamenten des Forts soll man heute noch die Überreste des Leuchtturmes erkennen.

Die Ende des 15. Jh. erbaute Festungsanlage war ein wichtiges Verteidigungselement von Alexandria.

Skyline von Alexandria - vom Fort aus gesehen

Nach dem Mittagessen heißt es nun endgültig von Ägypten Abschied nehmen. Noch schnell die letzten Fotos gemacht und ab geht es zum Flughafen von Alexandria.

Mit einer Stunde Verspätung heben wir ab in Richtung Heimat.

Ein schöner Urlaub ist viel zu schnell vorbei gegangen.

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© 2007 by Magdalena Kuhn